Utl.: Keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Männerbünden!

Wien (OTS) – Das Bündnis radicalqueer begrüßt die Entscheidung der Hofburg-Betriebs-GmbH, dem Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) in Zukunft keine Plattform mehr in der Hofburg zu geben. Nach jahrelanger Medienarbeit und Interventionen durch autonome Initiativen ist nun ein erster wichtiger Schritt zur Verhinderung dieser rechtsextremen Zusammenkunft gelungen. Nun sollten weitere Schritte in diese Richtung folgen.

„Angebracht wäre, dass auch andere Betriebe, die bisher KooperationspartnerInnen des Balls waren, die Zusammenarbeit aufkündigen, um ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzten.“, so Rosa Stern von radicalqueer.

Unterstützung für den Ball mit günstigen Angeboten für die Gäst_innen und Damenspenden kam u. a. in den letzten Jahren von der Firma Schmuckerzeugung Johann Eichbauer (Stroheim) und von Frack und Co. (Wien). Die musikalische Unterhaltung wurde u. a. von Raindrops, Sinus & Co. sowie Prof. Helmut Steubel und seinem Orchester übernommen. Nicht zuletzt trat auch die renommierte Tanzschule Ellmayer (Wien) in den letzten Jahren regelmäßig beim WKR-Ball auf.

Der Wiener Korporationsring ist ein Zusammenschluss von Studentenverbindungen, die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands dem deutschnationalen bis rechtsextremen Milieu entstammen.
„Aus Profitgründen einen solchen Zusammenschluss zu unterstützen, ist skandalös!“ konstatiert Rosa Stern abschließend. radicalqueer organisiert seit drei Jahren queerfeministische Proteste gegen den WKR-Ball und legt dabei besonderen Wert darauf, Antifeminismus, Sexismus und Männerbündelei entgegenzutreten.

Rückfragehinweis:
Rosa Stern/Bündnis radicalqueer
queerfem [at] radicalqueer.net
Tel.: 0676/4155013